Ergänzende Informationen zur Petition an den Gemeinderat Niederhasli
Die am 24. Dezember 2025 vom Zürcher Unterländer erfolgte Information der Gemeinde Niederhasli mit dem Titel «Anpassung bei den Linien 797 und 456» hat im Oberhasler Quartier «Birch» zu einem grossen Aufschrei geführt!
Der in der Mitteilung der Gemeinde als harmlose Nebensache daherkommende Satz: «Die heutige Bedienung einzelner Oberhasler Quartiere würde dafür entfallen» bedeutet in der Realität für die Bewohner des Quartiers «Birch» eine unzumutbare Streichung der für die Nutzung des ÖV wichtigen Haltestellen.
Um dies zu verdeutlichen nachfolgende Erläuterungen:
Das Quartier «Birch» ist in den letzten 50 Jahren auf der grünen Wiese respektive an Stelle der Rebberge entstanden. Der grösste Teil der Wohnbauten sind Einfamilienhäuser oder Wohnungen im Stockwerkeigentum.
Dies bedeutet jedoch auch, dass die Eigentümer dieser Häuser und Eigentumswohnungen seit Jahren, ja Jahrzehnten permanent hier wohnen und beabsichtigen – soweit möglich – den «Lebensabend» weiterhin im angestammten Quartier zu verbringen.
In der Zwischenzeit sind mehrere von ihnen nicht mehr «gut zu Fuss», so dass es bei einer Realisierung der geplanten Streichung der Haltestellen für viele Bewohner und Mobilitätseingeschränkte schwierig bis teilweise unmöglich würde, ohne fremde Hilfe zur weiter entfernten Haltestelle im Dorfkern Oberhasli zu gelangen.
Wenn diesen Menschen die Bushaltestelle im Quartier (in der Nähe ihres Hauses) weggenommen wird, ist dies für sie wie wenn ihnen die Freiheit genommen würde. Sie werden gezwungen für die Benutzung des ÖV fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mobilitätseingeschränkte Menschen derart auszugrenzen ist unfair und unsozial!
Ich wurde von Bewohnern im Quartier gebeten, mich als Mitglied der «Arbeitsgruppe Alter» dafür einzusetzen, dass ihnen «ihre» Bushaltestellen nicht weggenommen werden!
Von der geplanten Massnahme sind jedoch nicht nur ältere und im Eigenheim wohnhafte Personen betroffen. Berufstätige und junge Familien sind nach Oberhasli gezogen, weil sie hier (wenn auch nur werktags und tagsüber) von einem Anschluss an den öffentlichen Verkehr profitieren. Nicht alle Jungen wollen oder können sich ein eigenes Fahrzeug leisten.
Im Weiteren erinnere ich daran, dass vor Jahren der Bus 797 bis nach Niederhasli Bahnhof fuhr. Er bediente wie heute die Haltestellen im Quartier Birch und fuhr dann bei der Einmündung der Birchstrasse in die Rümlangerstrasse (beim Hof der Fam. Sigg) nach rechts und via Mettmenhasli bis zum Bahnhof Niederhasli und wieder zurück nach Rümlang.
Die Auslastung war jedoch derart gering, dass diese «Linien-Verlängerung» wieder eingestellt
wurde.
Martin Muheim,
Höhenweg 4
8156 Oberhasl
(Text auf Wunsch von Martin Muheim übernommen – Publiziert von Axel Thobaben – 8156 Oberhasli)
Schreiben Sie einen Kommentar
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.